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Vorbeugung von Rückenschmerzen: Das kann man am Arbeitsplatz tun

Rückenschmerzen im Büro

 

Bei der Ursache für Arbeitsunfähigkeitstage stehen Muskel- und Skeletterkrankungen an erster Stelle: laut Dachverband der Betriebskrankenkassen entfallen 26,5 % aller Ausfalltage auf diesen Bereich. Die genauere Diagnose lässt auf Schmerzen im Bereich Wirbelsäule und Rücken schließen, mit einem Anteil von knapp 50 % wird auch hier ein Spitzenplatz eingenommen. Daraus lässt sich schließen, dass etwa 13 % aller Krankheitstage direkt auf Rückenschmerzen zurückzuführen sind. Was lässt sich unternehmen, damit es zu diesen Erkrankungen gar nicht kommt?


Sitzposition häufig wechseln

Die Deutschen sitzen durchschnittlich siebeneinhalb Stunden am Tag – nicht nur im Büro, sondern auch vor dem Fernseher, im Auto oder beim Essen. Eigentlich ist der menschliche Bewegungsapparat nicht eben für dieses Sitzen geschaffen – laufen oder stehen wäre ebenso günstiger wie liegen. Wer auf das ständige Sitzen allerdings berufsbedingt nicht verzichtenSitzen im Büro kann, sollte darauf achten, dass die Sitzhaltung regelmäßig gewechselt wird. Fachleute raten dazu, mindestens drei oder vier Mal pro Stunde die Sitzhaltung zu ändern, damit die Durchblutung der unteren Extremitäten gefördert und einseitige Belastungen vermieden werden. Zudem wird durch das Wechseln der Sitzposition auch die untere Rückenmuskulatur gestärkt. Außerdem gibt es noch einige Positionen, die man in dem Arbeitsalltag meiden sollte.


Ergonomische Büromöbel richtig nutzen

In den meisten Büros finden sich ergonomische Büromöbel, die unbedingt auch genutzt werden sollten. Konkret bedeutet dies, dass die Höhe des Bürostuhls so einreguliert werden sollte, dass Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden, wenn die Füße auf dem Boden stehen. Der Tisch sollte seinerseits so eingestellt werden, dass sich der rechte Winkel auch zwischen Ober- und Unterarm ergibt. Zudem sollte der Bürostuhl möglichst vollständig ausgenutzt werden, was konkret bedeutet, dass zwei Drittel der Oberschenkel auf der Sitzfläche auffliegen sollten. Auch die Rückenlehne des Stuhls sollte zum Abstützen genutzt werden, vor allem die Unterstützung des unteren und mittleren Bereichs des Rückens ist wichtig. Ein Rundrücken sollte nach Möglichkeit vermieden werden.


Wärmepflaster können Verspannungen lindern

RückenschmerzenNicht immer ist es auch unter Berücksichtigung dieser ergonomischen Verhaltensregeln möglich, die Schmerzen gänzlich zu vermeiden. Um Verspannungen zu lösen, sollte Sport gemacht werden und auf ausreichend Bewegung nach Feierabend geachtet werden. Bevor man zu Schmerzmitteln greift, kann auch versucht werden, die Verspannungen mit Wärme zu lösen. In Online-Apotheken lassen sich entsprechende Produkte wie Schmerzgele und Wärmepflaster finden, die akute Rückenbeschwerden im Büro lindern können. Halten die Probleme länger an und kann Bewegung und Wärme nicht helfen, sollte auch ein Arzt aufgesucht werden, um festzustellen, wo genau das Problem liegt.


Bewegung in den Alltag integrieren

Um sich den Arztbesuch zu sparen, sollte präventiv möglichst Bewegung gegen Rückenschmerzenviel Bewegung in den Arbeitsalltag integriert werden. Möglich ist es beispielsweise, Arbeitsgeräte wie das Telefon oder den Drucker nicht direkt in Griffweite aufzustellen, sodass eine Bewegung zum Erreichen notwendig ist. Auch Übungen zur Lockerung und Dehnung des Rückens können als Präventionsmaßnahme hilfreich sein, wenn noch keine Schmerzen zu verzeichnen sind. Wenn aufgrund der Entfernung die Möglichkeit dazu besteht, sollte auch zur Arbeit womöglich möglichst das Fahrrad bemüht werden. Ein Spaziergang in der Mittagspause ist natürlich ebenso günstiger, als wenn auch dafür das Auto genommen wird. Beim Heben und Bücken sollte der Rücken ebenso geschützt werden, indem der Rücken gerade gehalten wird. Das herunter beugen erfolgt am besten mit gebeugten Knien aus den Beinen heraus. Weiterhin sollten Gewichte möglichst auf beide Arme verteilt und nicht einseitig getragen werden. Wer diese Tipps beherzigt, hat gute Chancen, von Rückenleiden verschont zu bleiben – und auf Schmerzmittel zu verzichten.

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