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Was Du bei innerer Unruhe tun kannst

Hast Du manchmal Unruhezustände und empfindest eine innere Anspannung? Manchmal weiß man genau woher dieses Gefühl kommt: Prüfungsstress, Bewerbungsgespräch, Umzug usw. Diese Belastungen gehen irgendwann vorbei und mit Ihnen das Unruhegefühl.

 

Oft weiß man aber auch nicht, wo genau diese innere Unruhe herkommt. Man merkt nur, dass man schon seit längerem nicht mehr richtig zur Ruhe kommt und ständig unter Anspannung steht. Vom Verhalten her ist man ist häufig nervös, kann nicht mehr richtig zuhören, ist hektisch, aggressiv, dünnhäutig und abweisend.

 

innere Unruhe

 

Auf körperlicher Ebene kann eine ständige innere Unruhe zu Schweißausbrüchen führen sowie Herzklopfen, Zittern, Schwindel, Benommenheit und Schwächegefühle auslösen.

 

Was man auf jeden Fall nicht machen sollte, ist, dieses Gefühl zu betäuben, beispielsweise mit Alkohol. Viele Menschen werden erstmal rastlos, aber egal, wie sehr man sich auch bemüht, man kommt doch nie an dem Punkt an, an dem man sich innerlich ruhig und entspannt fühlt.Was die meisten machen ist, eine Lösung im Außen zu suchen, z.B.:

 

  • immer unterwegs sein
  • den Partner austauschen
  • in eine neue Stadt ziehen
  • den Job ändern
  • ständig auf Reisen sein usw.

 

Diese Reaktion auf die innere Unruhe ist auch zunächst mal nachvollziehbar, der Mensch funktioniert häufig so, dass wir glauben, durch noch mehr Aktivität unser Ziel erreichen zu können. So wird also zunächst versucht Dinge im Außen zu ändern:

 

„Wenn der richtige Job da ist, dann wird sich ein gutes Gefühl einstellen“ oder „wenn der richtige Partner da ist, dann wird alles besser“, „wenn ich erst an einem anderen Ort wohnen werde, dann werde ich mich besser fühlen“

 

Natürlich können solche Veränderungen je nach Lebenssituation auch hilfreich sein, aber bezogen auf die innere Unruhe, sind diese Handlungen oft ein Trugschluss. Denn dieser inneren Anspannung ist es egal wo du wohnst – dieses Gefühl, das bleibt und kommt spätestens zurück wenn die Ablenkung vorbei ist.

 

Innere Unruhe und Ablenkung

Viele reagieren auf innere Unruhe mit einer gewissen Rastlosigkeit, man macht die tollsten Dinge und sieht die schönsten Orte der Welt und es fühlt sich trotzdem nicht richtig an. Man sucht immer im Außen und denkt sich: „Wo auf der Welt ist es besonders schön, denn dann wird es in mir drin auch besonders schön.“

 

Aber leider ist es nicht so, dass wenn etwas im Außen schön ist, man sich auch innerlich gut und ruhig fühlt. Man trägt einfach weiterhin etwas in sich herum, so dass man auch jetzt nicht so richtig in Einklang mit allem ist.

 

Stressbewältigung


Manchen Menschen fällt es schwer sich einfach mal hinzusetzen und nichts zu tun. Denn in dem Moment, in dem sie zur Ruhe kommen, spüren sie ihre Unruhe und mit der Unruhe oft auch unangenehme Gefühle. Deshalb ist es für sie viel leichter, mit irgendwas beschäftigt zu sein.

 

Ein Problem, dass ich hierbei häufig beobachte ist, dass die Personen, die aufgrund ihrer innerlichen Unruhe ständige aktiv sind, genau deshalb erfolgreich wurden. Teilweise sind sie richtige Workaholics und werden von der Leistungsgesellschaft anerkannt. Nicht selten muss man aber dafür einen Preis zahlen. Auf jeden Fall sollte der Antrieb für Erfolg nicht die innere Unruhe sein, die man versucht mit dauernder Ablenkung durch Arbeit irgendwie wegzudrücken.

 

Was tun bei innerer Unruhe?

Zunächst gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man macht so weiter wie bisher oder man hört auf, das Gefühl dahinter zu ignorieren und schaut sich an, woher diese innere Unruhe kommt und arbeitet sinnvoll daran, innerlich wieder zur Ruhe zu kommen.

 

Bei der ersten Möglichkeit ist es wahrscheinlich, dass ein ständiges Unruhegefühl bestehen bleibt und man wird sich ständig von diesem Gefühl ablenken wollen. Mal davon abgesehen, dass diese Ablenkung nicht gut ist, ist das Gefühl der inneren Unruhe trotzdem irgendwie immer da und da es unangenehm ist, entwickelt man automatisch ängstliche Gedanken. Das ist leider die Folge von ständiger innerer Unruhe. Es ist wie eine Art Schutzmechanismus. Denn wer innerlich unruhig ist, hat unterbewusst etwas zu befürchten und muss ständig auf der Hut sein. Damit dies aber nicht passiert, bleibt eben nur ständige Ablenkung oder ein übersteigertes Kontrollbedürfnis.

 

Um etwas gegen die innere Unruhe machen zu können, ist es meiner Meinung nach wichtig zu verstehen, was hinter diesem Gefühl steht.

 

Stresssymptome

 

Was steht hinter der inneren Unruhe?

Meistens ist es mangelndes Vertrauen. Man misstraut dem Leben, sich selbst, seinen Mitmenschen, seiner Zukunft. Durch dieses Misstrauen ist man ständig in einer Art Kontrollmodus. Wenn man misstraut, dann muss man eben kontrollieren und dann wird man auch gestresst. Man ist mehr unter Anspannung, hat nasse Hände, zittert, empfindet Angst. Und dann kommt man in die Stressspirale. Denn was passiert bei Stress? Der Körper schüttet Kampfhormone aus, damit Du schnell auf eine Gefahr reagieren kannst. Atmung, Blutzirkulation, Verdauung usw. wird so verändert, dass Du in der Lage bist zu „kämpfen“.

 

Dieses Misstrauen fliegt natürlich nicht einfach so an einen heran. Wir alle haben schon mal Erfahrungen gemacht, in denen wir verletzt wurden, Erwartungen nicht erfüllt wurden usw. So kann man in eine Haltung des Misstrauens kommen. Dazu gehört oft auch ein Misstrauen, sich so zu zeigen, wie man eigentlich ist. Denn manche Erfahrungen, beispielsweise in der Schule, haben einem vielleicht gezeigt, dass dies nicht immer gut ist und man sich so nur angreifbar macht.

 

Und wenn man dieses Misstrauen hat und Dinge kontrollieren muss, dann hast Du Stress und empfindest keine innere Ruhe mehr. Du musst dann z.B. Deinen Partner / Partnerin kontrollieren, denn Du misstraust ja und weißt nie, bleibt sie / er oder nicht. Du musst Dich selbst kontrollieren und Deinen Job, denn der ist ja nicht sicher usw. Du bist ständig in diesem Kampfmodus.

 

Tipps gegen innere Unruhe

In dem Buch „Die Kunst, mit Stress umzugehen“ zeige ich Dir, Wie Du den Kampfmodus verlassen kannst und zu innerer Ruhe findest. Mit den richtigen Tools kannst Du nämlich effektiv daran arbeiten und das wird Dein Leben nachhaltig verbessern und zwar ohne, im Äußeren irgendetwas verändern zu müssen.

 

Aber auch ohne direkt so tief einzusteigen gibt es einiges, was Du sofort angehen kannst um die innere Anspannung zu verringern. Körper und Geist funktionieren nämlich wechselseitig: Ein Unruhegefühl kann körperliche Symptome auslösen, aber wenn Du Dich körperlich richtig entspannst, dann beruhigst Du auch Deinen Geist.

 

Aufregung bekämpfen

Was ich Dir raten kann, um direkt etwas gegen die innere Unruhe zu unternehmen:

  • Beschäftige Dich mit Entspannungsmethoden.
  • Evtl. helfen Dir am Anfang pflanzliche Mittel, um die Anspannung zu reduzieren und besser in den Schlaf zu finden. Ausreichend Schlaf ist nämlich ein wichtiger Faktor bei der Reduzierung von Unruhezuständen.
  • Bewege Dich ausreichend – wer körperlich ausgepowert ist, kann abends besser zur Ruhe kommen.
  • Gehe raus in die Natur, ein grüner Wald hat immer etwas beruhigendes. In diesem Beitrag habe ich etwas darüber geschrieben, warum das eigentlich so ist: Erholung in der Natur
  • Baue Momente der Ruhe und Entspannung in Deinen Alltag ein, besonders dann, wenn Du denkst, dass jetzt auf keinen Fall Zeit dafür übrig ist: Bleibe kurz stehen und atme ein paar Mal tief durch. Gönne Dir abends entspannende Momente evtl. mit Partner/Partnerin oder nehme Dir ein Bad.

Bewegung gegen Rückenschmerzen


Fazit

Anstatt vor dem Unruhegefühl wegzurennen, ist es langfristig besser sich mit dem Gefühl dahinter auseinanderzusetzen. Nur so kannst Du langfristig Besserung erfahren anstatt immer nur auf der Flucht vor diesem Gefühl zu sein. Mit ein paar wenigen Tipps kannst Du aber auch heute noch damit anfangen, Deinen Körper und Geist zu beruhigen um das Unruhegefühl zu reduzieren.

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